Zanardi Fonderie S.p.a. | Unsere Geschichte

Eine Geschichte, die 90 Jahre lang ist, ein Familienbetrieb, der bei der vierten Generation angekommen ist

Von einer kleinen Werkstatt zu einer großen Gießerei, fast ein Jahrhundert Schmelzarbeiten im Namen der Innovation

Die Geschichte von Zanardi Fonderie beginnt 1931 in Legnago (Verona). Das Werk in Minerbe, in dem heute die gesamte Geschäftstätigkeit des Betriebs abläuft, wurde 1963 für die Produktion von Gusseisen mit Kugelgraphit gebaut.
Heute zählt unsere Gießerei über 200 Beschäftigte und wird von der vierten Generation der Familie Zanardi, die sich seit den Achtzigern durch die Innovation und Forschung in ausferritischem Gusseisen mit Kugelgraphit (ADI) hervorhebt, geführt.

1931-2021: Restyling, Kommunikation und Kreativität, um unsere ersten 90 Jahre zu feiern

2021 ist ein sehr wichtiges Jahr für Zanardi Fonderie. Anlässlich unser ersten 90 Jahre haben wir eine Reihe an Initiativen gestartet, damit unsere Arbeitnehmer und unsere Besucher die Geschichte des Unternehmens, die Werte und die Zukunftsvision kennenlernen.

Für das gesamte Jahr 2021 wird unsere Kommunikation, intern und extern, ein Ad-Hoc-Logo schmücken, das eben zu Feier des 90. Jahres des Geschäfts und zur Erinnerung an die Bedeutung dieser Etappe entworfen wurde.

In fast einem Jahrhundert hat sich unsere Gießerei von einer kleinen Dorfwerkstatt zu einem Betrieb mit über 200 Beschäftigten, dazu bestimmt, dem Markt hochtechnologische, leistungsstarke und innovative Produkte anzubieten, gewandelt. Wir haben die Gelegenheit des 90jährigen Jubiläums ergriffen, um etwas Neues zu machen: In das Aussehen investieren, die Orte, in denen wir arbeiten und die Besucher empfangen, freundlicher und komfortabler machen.

Vor allem haben wir mit einem Restyling der Gemeinschaftsräume wie die Empfangsräume, die Kantine und die Pausenräume begonnen; wir haben fünf Illustratoren hinzugezogen, die unsere Geschichte und unsere Stärken mit ihrer persönlichen Kreativität interpretiert haben, und Informationsbildschirme in den Produktionsabteilungen und am Eingang aufgestellt, um unsere Arbeitnehmer und Besucher über unsere Initiativen und Zahlen auf dem Laufenden zu halten.

Für das gesamte Jahr 2021 werden wir unserem Wunsch, unseren Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten von dem Unternehmen Zanardi Fonderie in direkterer, netterer und konkreterer Weise zu erzählen, in dem Bewusstsein, wie wichtig die Kommunikation in einem b2b-Betrieb wie unserem ist, Form geben.

Unsere Geschichte: von den Anfägen bis heute

Zurück in der Zeit: Die Geburtsstunde von Zanardi Fonderie mit Giuseppe Zanardi

Der Pionier Zanardi Fonderie war ein Gießereimeister, Giuseppe Zanardi, der in den ersten Nachkriegsjahren bis 1931 eine große Zahl an Technikern für die Cooperative Meccaniche Legnaghesi ausgebildet hat. Zwischen 1931 und 1936 hat Giuseppe Zanardi – mit dem Erstgeborenen Danilo, und später den jüngeren Söhnen, Giovanni, Bruno und Giacomo – eine eigene Gießerei eröffnet, zuerst in einer Halle zur Miete und kurz darauf in einem eigenem Sitz, der 20 Arbeiter zählte.

Während des zweiten Weltkriegs stand die Produktion der Gießerei still, doch in der Nachkriegszeit kamen neue Gelegenheiten und 1951 hat die Familie Zanardi eine Halle von ungefähr siebentausend Quadratmeter in Legnago eröffnet.

Die Sechziger und der Bau des Werks in Minerbe

Das aktuelle Werk in Minerbe, entworfen für die Produktion von Gusseisen mit Kugelgraphit, wurde 1963 inmitten des Wirtschaftsbooms und des wachsenden Interesses für diesen außerordentlich wettbewerbsfähigen Werkstoff in Betrieb genommen. Der für diese Investition notwendige wirtschaftliche Kraftakt hat zu einer langen finanziellen Krise geführt, die sich erst Ende 1994 aufgelöst hat.

Auf der kontinuierlichen Suche nach einem guten finanziellen Gleichgewicht wurden die Investitionen auf die Schmelzanlagen, einer innovativen Sandaufbereitungsanlage und Formanlagen konzentriert. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die sich mit den Krisen in den ersten 80er und 90er Jahren verstärkten, wurden mit Hingabe und Opfer überwunden, indem das Zusammengehörigkeitsgefühl im Werk und das gegenseitige Vertrauen zwischen Arbeitnehmern, Gewerkschaften und Unternehmern verstärkt wurde.

Von der Krise zur Innovation mit ausferritischem Gusseisen (ADI)

1972 kam Franco Zanardi – der erstgeborene Sohn von Danilo Zanardi – in das Unternehmen und brachte seine Kenntnisse als gerade diplomierter Maschineningenieur mit. Zehn Jahre später kam der Drittgeborene, Federico Zanardi, auch er Maschineningenieur hinzu. In den drei Jahren von 1981 bis 1984 übernahmen die beiden Brüder die komplette Geschäftsleitung des Unternehmens, indem sie die Aufgaben von Danilo Zanardi, Gründer und Leader des Unternehmens, und der Brüder Bruno und Giovanni, aufmerksame Produktionsleiter (Giacomo war leider frühzeitig in einem Verkehrsunfall 1953 ums Leben gekommen), die noch lange in der Mannschaft des Unternehmens als kostbare Berater blieben, zu ihren machten.

1983 wurden Franco und Federico die Geschäftsführer und übten seitdem bis vor Kurzem synergische und komplementäre Funktionen aus: Franco mit der Leitung für die Tätigkeiten hinsichtlich des Marktes, der Kontrolle der Produktionskosten und der Produkt- und Prozessgestaltung; Federico mit der Leitung der Tätigkeiten hinsichtlich der Produktion und der Investitionen und besonders der Sicherheits- und Umweltaspekte.
Die achtziger Jahre waren sehr wichtig für das Experimentieren mit der Technologie des ausferritischen Gusseisens (ADI). Viele Jahre war Zanardi Fonderie Lizenzgeber für das Patent Germanite von Dr. Horst Mühlberger und dank dieser Technologie ist es dem Unternehmen gelungen, sich auf dem Markt als Produzent von nach der Wärmebehandlung bearbeitbarem ausferritischen Gusseisens anzubieten.

Zanardi Fonderie hat seine ersten Gusseisenstücke aus ADI 1985 produziert und seit 1987 begonnen, regelmäßig in Forschungsprojekte zu investieren.

Der Bau eines „integrierten“ Werks

Zwischen 1995 und 2008 wurde das Unternehmen vom Verwaltungsrat mit Franco als Vorsitzender, Federico als Vizepräsident und Arbeitgebers und Brunetta Zanardi, Brunos Tochter, als Beraterin geführt. In diesen Jahren hat das Unternehmen ungefähr 55 Millionen Euro in das Werk Minerbe investiert, um es einer vollkommen autonomen Produktion von bearbeiteten Gusseisenstücken aus ausferritischem Gusseisen anzupassen und um ein komplettes Know How zu allen notwendigen Verfahren zu schaffen.

Bis Ende der neunziger Jahre hat sich die Investitionskampagne auf die Installation der Formanlage Savelli Forminpress 900X710(350+250), auf die Abteilung für die manuelle Feinbearbeitung in Linie, auf die interne Kernproduktionsabteilung und die neue Entgratungsabteilung konzentriert. Seit 2000 gingen die Investitionen in die Austempering-Wärmebehandlungsabteilung, und die Werkstatt für mechanische Bearbeitungen wurde mit der Einführung neuer Entgratungsmaschinen erneuert. 2007 wurde die Kernproduktionsabteilung erweitert und erneuert und ein neuer Schmelzofen gekauft.

Von der Krise 2008 bis zum Generationswechsel 2015

Die Weltwirtschaftskrise, die im September 2008 begann, hat alle Sektoren der Mechanik hart getroffen und auch Zanardi Fonderie nicht ausgespart, das 2009 ein dramatisches Geschäftsjahr mit einem extrem starken Rückgang der Aufträge erlebt hatte. 2011 wurde die Unternehmensleitung in die Hände von Federico Zanardi gelegt, der den Vorsitz des Verwaltungsrats mit Brunetta als Ratgeberin übernahm, während Franko das Amt des Ehrenvorsitzenden übernahm. Die Rolle des Vizepräsidenten des Verwaltungsrats wurde von Fabio Zanardi, dem Erstgeborenen von Franco und Betriebsingenieur, der seit 2002 in der Firma im Bereich Qualität und Verkauf gearbeitet hatte, übernommen. Im schwierigen Wirtschaftsrahmen zwischen 2009 und 2015 ist es dem Unternehmen trotz allem gelungen, in die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer und den Umweltschutz zu investieren. Im Besonderen wurden neue Filter und eine automatische Förderanlage für das Gusseisen installiert.

2015 war das Jahr des Generationswechsels und des neuen Verwaltungsrates: Fabio Zanardi wurde zum Verwaltungsratvorsitzenden, Federico zum Vizepräsidenten und Arbeitgeber, Brunetta zur Ratgeberin und Franco als ehrenamtlicher Vorsitzender gewählt. 

ADI Days, interne Erneuerung und die Marke Zanardi Austempering: Das Unternehmen heute

Oktober 2016 hat Zanardi Fonderie die „ADI Days“ organisiert, den ersten Unternehmensworkshop zu ausferritischem Gusseisen, an dem über 80 Personen aus 46 Unternehmen und 16 verschiedene Nationalitäten teilgenommen haben. Es war eine Erfolgsveranstaltung, auf der die technischen und kommerziellen Aspekte des ADI gemeinsam mit einem internationalen Publikum geteilt und vertieft werden konnten.

Seit 2018, große Erneuerungen mit Investitionen in Maschinen zum Entgraten und für die mechanische Bearbeitung und in das Managementsystem SAP

Zwischen 2018 und 2019 hat ein bedeutsamer interner Erneuerungskurs Zanardi Fonderie dazu gebracht, in neue Entgratungsmaschinen zu investieren und zwei neue Entgratungsroboterzellen EVOLUT, sowie zwei neue horizontale Drehmaschinen mit 5 Achsen OKUMA für die mechanische Bearbeitung der Gusseisenstücke zu installieren.

Diese Investitionen haben uns erlaubt, mit der Zusammenarbeit mit vielen Zulieferern von mechanischen Bearbeitungen zu beginnen und die Auswahl der an den produzierten Gussstücken ausgeführten Bearbeitungen zu erweitern, sodass die Supply Chain potenziert werden konnte, um den Nachfragen eines immer anspruchsvolleren Marktes nachzukommen.

Anfang 2019 wurde außerdem das neue Managementsystem SAP S/4 HANA gestartet, um das Unternehmen auf seinem Weg zum Wachstum einem weiteren Schritt nach vorne zu bringen.

Auf der GIFA 2019 – Messe in Düsseldorf (Juni 2019) hat Zanardi Fonderie dem Markt die neue Marke Zanardi Austempering, gegründet, um allen europäischen Gießereien einen Austempering-Wärmebehandlungsservice im Auftrag Dritter anbieten zu können, vorgestellt.